• About
  • Work
  • Publikationen
  • Aikido & Berührung
  • Cabula6

Claudia Heu

  • About
  • Work
  • Publikationen
  • Aikido & Berührung
  • Cabula6

Eine körperintelligente Gemeinschaft. Dafür legen wir uns hin

Zdar. Vienna. Salzburg. Hamburg. Yokohama 2019-2025 (ongoing)

Partizipatives Projekt im Stadtgebiet

(scroll down for english)

Seit 2019 erforschen und realisieren wir – der Choreograf Tobias M Draeger und ich – seit 2021 gemeinsam mit der bildenden Künstlerin Almut RInk - dieses partizipative Projekt, das sich mit Berührung und ihrem Einfluss auf Wahrnehmung, Denken und Handeln beschäftigt.

Eine körperintelligente Gemeinschaft. Dafür legen wir uns hin. ist eine partizipative Installation in Stadtgebieten zum Thema Präsenz und Berührung – zwischen Menschenkörper und Stadtkörper. Wir übertragen Formen von Berührungs- und Körperwissen aus intimen, sicheren Räumen in öffentliche Umgebungen und machen Berührung so zu einem kollektiven Erlebnis.

In einem performativen Akt, den wir Berührungssequenz nennen, legt sich eine Person hin und wird von einer weiteren berührt, während zwei Personen als Zeug:innen zusehen. Danach wechseln sie. Gleichzeitig umrunden Almut Rink und weitere Beteiligte die Sequenz, satellitenartig als Verstärker, und berühren dabei den Ort selbst: mit ihren Körpern, Materialien des Ortes (Kohle, Sand, Wasser, Ton) und künstlerischen Mitteln, die einen Möglichkeitsraum eröffnen.

Wo fängt Berührung an?
Was macht es mit denen, die berührt werden und berühren, wenn jemand zusieht? Was macht es mit denen, die zusehen? Wie lässt sich der Berührte durch den Berührenden verändern und umgekehrt? Wie verändert sich der Raum? Wie verändert der Raum uns?

Unsere Forschung findet nicht in Parks statt, sondern in alltäglichen Stadträumen: Straßen, Gehsteige, Plätze, Fußgängerzonen, Verkehrsinseln, Parkplätze oder Hauseingänge – Orte, an denen wir große Teile unseres Lebens verbringen.

Wir danken allen Teilnehmenden, unseren Partnerinnen und Unterstützerinnen* sowie den Orten, dem Boden und dem Himmel, die wir aus neuen Perspektiven erleben durften.

Künstlerische Mitarbeit (Sbg&Hamburg): Bri Schöllbauer. Weitere Zusammenarbeit: Grandmother Mulara, Florian Grimm. Fotocredits: Philipp Burkhart, Bernhard Müller, Almut Rink, Claudia Heu.

*Förderer, Residenzen und Unterstützungen: Festspielhaus St. Pölten (in Kooperation mit KoresponDance Festival, Žd’ár), Im_Flieger Wien, Villa Magdalena K. (Queer and Community Space) Hamburg, TONALi Galerie Hamburg; Veröffentlichungen: Zwischenräume Festival Salzburg, philosophy unbound # Platz für Wien; Unterstützt von BMKOES, MA7, FONDS Darstellende Künste e.V. Berlin (#TAKE PART), Cabula6, draeger u. Co., TONALi und Atelier für Zeitgenossen.Residency in Koganecho Management Center, Yokohama 2024

A participatory project in the city.

Since 2019, we – choreographer Tobias M. Draeger and I, and since 2021 together with visual artist Almut Rink – have been researching and developing this participatory project, exploring how touch shapes perception, thinking, and action.

A Body-Intelligent Community. For This, We Lie Down. is a participatory installation in urban spaces, addressing presence and touch—between human bodies and the body of the city. We bring forms of tactile and bodily knowledge from intimate, private contexts into busy public environments, transforming touch from a private act into a collective experience.

In a performative act we call the touch sequence, one person lies down and is touched by another, while two witnesses observe. Roles are then switched. At the same time, the sequence is encircled by Almut Rink and additional participants, who move like satellites, amplifying the event and engaging the site itself—with their bodies, with materials the site offers (coal, sand, water, clay), and with artistic means that open a space of possibility.

‍ ‍

Where does touch begin? What happens to those who touch or are touched when someone is watching? What happens to the observers? How does the toucher transform the touched—and vice versa?How does the space change? How does the space change us?

Our chosen contexts are everyday urban spaces, not parks designed for lying down: streets, sidewalks, tourist squares, pedestrian zones, traffic islands, parking lots, or building entrances—places where much of life unfolds.

We warmly thank all participants, partners, and supporters, as well as the places, the ground, and the sky that allowed us to experience them from new perspectives.

Artistic Collaboration (Sbg&Hamburg): Bri Schöllbauer. Further Collaboration: Grandmother Mulara, Florian Grimm. Photo Credits: Philipp Burkhart, Bernhard Müller, Almut Rink, Claudia Heu.

¹ Funders, residencies, and support: Festspielhaus St. Pölten (in collaboration with KoresponDance Festival, Žd’ár), Im_Flieger Vienna, Villa Magdalena K. (Queer and Community Space) Hamburg, TONALi Galerie Hamburg; Publications: Zwischenräume Festival Salzburg, philosophy unbound # Platz für Wien; Supported by BMKOES, MA7, FONDS Darstellende Künste e.V. Berlin (#TAKE PART), Cabula6, draeger u. Co., TONALi, and Atelier für Zeitgenossen.

Peer Review by Tomaz Simatovic

Feedback von TeilnehmerInnen

Text von Patrick Lanner

Textheft Publikation

Research Workshop _Yokohama 2024 by Claudia Heu & Almut RInk

Publikation: Eine körperintelligente Gemeinschaft. Dafür legen wir uns hin

scroll down for english

Veröffentlichung 2022

Herausgeberinnen: Claudia Heu, Almut Rink

Broschüre: 96 Seiten, deutsch und englisch

Kartenbuch: 27 Karten auf 9 Papieren, gefaltete Karte, Stück Originalmatte

Auflage: 600 | ISBN: 978-3-200-08417-9

Die Publikation besteht aus vier Teilen:

Textbuch

Heft mit 27 Postkarten auf 9 verschiedenen Papieren

Stadtplan von Hamburg mit den drei Performance-Orten

Stück der Originalmatte, auf der die Teilnehmer:innen lagen

Die einzelnen Elemente spiegeln das haptische Empfinden wider – Berührung als zentrale Erfahrung des Projekts. Das Textbuch enthält Beiträge von Claudia Heu, Almut Rink, Florian Grimm, Tomaz Simatovic, Grandmother Mulara, Senior Aboriginal Lore Woman sowie Feedback des Teams und der Teilnehmer:innen.

Präsentationen: Tanz_house Festival 2023, Salzburg, Wohnzimmer Café Siebenstern 2023, Wien

Publication 2022

Editors: Claudia Heu, Almut Rink

Brochure: 96 pages, German and English

Card set: 27 cards on 9 different papers, folded card, piece of the original mat

Edition: 600 | ISBN: 978-3-200-08417-9

The publication consists of four parts:

Text book

Booklet with 27 postcards printed on 9 different papers

Map of Hamburg showing the three performance locations

Piece of the original mat on which participants lay

These elements reflect the tactile experience – touch as a central aspect of the project. The text book features contributions by Claudia Heu, Almut Rink, Florian Grimm, Tomaz Simatovic, Grandmother Mulara, Senior Aboriginal Lore Woman, as well as feedback from the team and participants.

Presentations: Tanz_house Festival 2023,Salzburg, Wohnzimmer Café Siebenstern 2023, Vienna

Fotos: Almut Rink


Wir sind unsere Zeit

(2014, Questembert, Salzburg)

In einem 6 monatigen künstlerischen Rechercheprozess,  setzen Roland Schmid und Claudia Heu sich mit der Frage auseinander "Wohin orientieren wir uns?"   Sie suchen Orte in Europa auf, an denen Menschen mit neuen Formen des Miteinanders experimentieren, Kunst und Leben, ökologisches Wirtschaften, Solidarität und Widerstand ineinanderfließen.

Die Veröffentlichung dieser Recherche, war eine Art zeitgenössisches Mandala, ein paritzipativer Prozess mit dem Publikum. KREATION (Materialisierung von Gedanken, Ängsten, Hoffnungen, persönlichen und gesellschaftlichen Positionen), BETRACHTUNG des Geschaffenen und als dritter Schritt die AUFLÖSUNG bzw Verteilung dessen.

Wir sind unsere Zeit fand im Rahmen der vom tanzbuero programmierten Researchreihe Whats Up statt.

Public Sharing: SEAD, Dezember 2014 und Performancetanztage Sbg, März 2015

 

A letter to the audience

Handout 1 - Wir sind unsere Zeit

Handout 2 - Wir sind unsere Zeit

The Art of Creative Resistance. Performance, Activism and Permaculture

 

 

 

 

 

 

 

The Keep

 2015, Albuquerque, New Mexico

(for english scroll down)

Performance

The Keep, ist eine Reise in die Landschaften der menschlichen Seele. Realität und Fiktion verwischen sich zwischen Darstellern und Publikum in einem unvorhersehbaren Prozess.

Geschichte

Sieben Menschen leben aus verschiedenen Gründen an einem abgelegenen Ort. Sie haben eines gemeinsam: Durch die Ungewissheit über ihre Verstrickung in Verbrechen und Schuld, sind sie nicht mehr imstande in der Welt „draussen„ zu funktionieren.  Gemeinsam mit den 21 eingeladenen Zusehern, versuchen sie ihre Geschichten und ihre Zukunft zu verstehen und versuchen zu überzeugen, testen und manipulieren.  Die 21 Gäste gehen einzeln in die Zimmer verschiedener Bewohner, Psychograme der Bewohnerinnen werden an alle Gäste verteilt.  Um die Komplexität der Geschichten der Einzelnen jedoch zu begreifen, ist es notwendig für die Zuseher einander auszutauschen und zu informieren. Am Ende des Abends wird einer der Bewohner freigesprochen werden - das endgültige Urteil darüber, wer das sein wird, liegt in den Händen der 21.

 The Keep wurde in Zusammenarbeit mit der Tricklock Company 2015 in einem alten 400 m2 Apartment in Albuquerque/ New Mexico entwickelt und gespielt.

Dramaturgie und Textbegleitung: Adam Burnett. Ko - Produziert von:  BKA Wien, ACF Los Angeles, Donna Jewell, und Tricklock Company

Social Performance

Staged in a remote location, The Keep holds an unknown journey where the destination is determined by the final verdict of the audience. The seven residents of The Keep live here for different reasons but share one singular fact: they no longer can function in the outside world. Many look for truth, others for understanding, confirmation, even hope. Together with the 21 audience members invited to The Keep for one evening, they search for meaning in their story and their future. In the end, one of the residents will leave. The final judgment rests in the hands of the 21 invited guests.

Originally created and performed in Austria in 1999, ClaudiaHeu’s The Keep blends the boundaries between art and reality, creating an interactive experience dependent on audience participation and intervention. Life is a play, and the guests have a say in directing it. Crime, punishment, innocence, guilt, and social ostracism blend together in this unique experience of site specific theatre, inhabitants and audience alike seeking for atonement in the search for external order.

This production of The Keep is co-directed and co-written by Adam Burnett, and co-produced with Tricklock Company and Donna Jewell.

Umherziehen

(scroll down for english)

Eine Einladung

Welche noch unbekannten, womöglich auch vergessenen Räume eröffnen sich, wenn wir uns mit der Zeit verbünden und mit dem, was uns die Zeit in die Arme treibt? Was kann sich ereignen? Was kann sich begegnen? Was kann entstehen?

Was passiert mit dem Ich, von dem wir immer sprechen? Was passiert mit dem Du, dem Anderen, dem Fremden?

Claudia Heu und Axel Brom ziehen durch Städte und üben das Innehalten im Umherziehen. Dazu laden sie Freunde, Kollegen, Bekannte und Unbekannte ein. Die Schar der Weggefährten wächst.

Dies ist eine weitere Einladung.

 

… und plötzlich ruft dich ein Weg nach oben. Ziemlich laut. 

… mein Körper rastet ein in dem Bild, das mir die Welt im jeweiligen Moment bietet. 

 Umherziehen, ist eine künstlerische Recherche, die im Rahmen von dem transmedialen Forschungsprojekt Stoffwechsel- Ökologie der Zusammenarbeit Im_Flieger seit 2016 unternommen wird.

 Sabina Holzer. Stadt ergehen.

Das Passieren lassen. Apperzeption. Von Draeger und Hofer

Nach einer Erzählung gehen.  Von Jack Hauser

Bernhard Mueller. Zine.

Fotos: Bernhard Mueller. Martin Fabini.

 

 

An Invitation

What kind of unknown, perhaps even forgotten spaces open up when we go with the flow of time and with what it brings along? What could happen? What would we come across? What may come from it?

What happens to the I of which we so much talk about? What happens to the You, the other, the foreign?

Claudia Heu and Axel Brom roam about the city of Vienna and other cities and practice pausing  and roaming. For this purpose they invite friends, colleagues, guests and strangers. The crowd of companions grows.

This is another invitation.

 … and suddenly a pathway calls from above. Loudly.

… my body is captured in the image that the world offers me at the moment. 

 

Roaming is part of a 2 years research -  stoffwechsel - ecologies of collaboration- which is a transmedia research project by Im_flieger. http://www.stffwchsl.net/offentlich/innehalten-umherziehen/

 Roaming.  By Sabina Holzer.

 Fotos: Bernhard Mueller. Martin Fabini.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Innehalten

Stille setzen. Stille teilen.

Axel Brom und Claudia Heu suchen verschiedene Orte auf und bleiben dort für einen vereinbarten Zeitraum stehen. Still. In Abwesenheit von Worten.

Stille ist nicht etwas, das passiert. Stille ist etwas, das wir erzeugen. Stille ist eine Entscheidung. Wir setzen Stille. Und mit ihr einen Raum, den es zuvor nicht gab. Ein zustätzlicher Raum.

Die Stille aus dem Lärm schälen und sichtbar, hörbar, fassbar, erkennbar, real machen.

 

INNEHALTEN war der Beginn der 2 jährigen künstlerischen Recherche UMHERZIEHEN,  die im Rahmen von Stoffwechsel- Ökologie der Zusammenarbeit Im_Flieger unternommen wurde.

Alga Bolokh I / Vom Verschwinden

Ulan Bator, 2013

Eine Performative Installation mit Künstlern und Kunststudenten aus Europa und der Mongolei.

АЛГА — Handfläche. Nicht vorhanden. Verschwinden. Abhanden kommen.

БОЛОХ — Werden. In einen anderen Zustand übergehen.

 Kontext

Ausgangspunkt  war einer der letzten, großen Grünflächen in der Innenstadt Ulan Bators: Ein verlassener Park. Er war Gegenstand einer brisanten, öffentlichen Debatte, ob seine zukünftige Nutzung ein Investitionsobjekt oder wieder ein Park für die Bevölkerung werden soll.

Gemeinsam mit mongolischen und europäischen Künstlern, Kunststudenten und Anwohnern, war der Versuch das Gedächtnis und die Bedeutung dieses speziellen Ortes aufzugreifen und in einem partizipativen Prozess dem Verschwinden des Ortes entgegenzuwirken.

Wir schrieben zwölf performative Wege die durch das Ödland führten, wobei jeder Weg einem der zwölf asiatischen Tierkreiszeichen zugeordnet war. Die zwölf mongolischen Tierkreiszeichen aus Stein waren bis zum Jahr 2002 ein stadtbekannter Spielplatz im Park und in der Erinnerung der Bevölkerung noch sehr lebendig.  Kunststudenten und das Ulan Bator Tanzensemble entwickelten in Form von Installationen bzw. Performances insgesamt 12 Spiele bzw.Begegnungen, die sich mit diesem verlassenen Land auseinandersetzten.

Alga Bolokh wurde stündlich, vier tagelang, zu einem unsichtbaren Spielplatz für 24 Menschen (12 Partizipierende und 12 Performer). Zu jeder vollen Stunde zogen die Zuschauer ihren Weg und gingen alleine durchs Land, wobei sich durch ihre Partizipation der Dialog ständig weiterentwickelte.

Künstlerische Leitung - Claudia Heu & Gerhard Fillei, finnworks in Zusammenarbeit mit Enkhgerel Dash-Yaichil, Ulan Bator Ensemble

Produktion - Gereltuya Batjargal Urban Nomads (Berlin) und Uyanga Batbaatar (Mongolei) Konzept& Recherche - Claudia Heu und Jeremy Xido Idee & Beratung - Prof. Ines Stolpe, Universität Bonn/ Mongolistik Kunststudentinnen - Anna Lauen- stein, Sidsel Ladegaard, Karin Nagl, Elisabeth Lehmann, Narantsatsral Ganzorigt, Mendsaikhan Chultemsuren,Temuge Lkhaasuren, Munkhaldar Enkhbaatar, Almegul Khonal, Aijan Zeinol, Oyusuvd Undur-Orgil, Saruul Munkh-Orchlon, Uyanga Gansukh, Luwsantsend Dolgorjav, Amgalan Michidmaa, Bar- saikhan Munkhtemuulen

In Kooperation mit der der Mongolian State University of Arts and Culture, Odbayar Cimeddamba und Gereltuya Sukhtseren und der Performancegruppe CABULA6. Gefördert von der Österreichischen Botschaft Peking/ Österreichisches Kulturforum/ Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur Österreich. Im Rahmen des Urban Nomads Festival, Mongolei

 Mongolnews — Es ist verschwunden

Alga Bolokh - A guided Tour to the Wasteland, by Ehren Fordyce

2013, Ulan Bator

A performative installation in Ulan Bator by international artists and art students from Mongolia & Germany  

АЛГА — Hand, palm. Loss. Unavailable. Disappear.

БОЛОХ — Transform to another state. Become.

Context

The project’s point of departure is one of the last vast open land areas in the city center of Ulan Bator: The question whether this now derelict park should be developed by real estate investors or continue to be used as a park for the people living in its vi- cinity triggered a heavily charged political and public debate.

With Alga Bolokh we focused on looking into the specific significance, memories and stories of this unusual place and to counteract its disappearance by means of participatory processes. The project is a cooperation of researchers from Mongolia and Europe, artists, students and people living close to the park.

We developed twelve different performative paths through the wasteland, each path being assigned one of the twelve signs of the Mongolian zodiac. Until 2002 stone sculptures of these twelve signs had been part of the playground and as it had been known all over the city, the memory of it still lingers on in people’s minds. Twelve art students (actors, visual artists and musicians) and the Ulan Bator Dance Ensemble each developed a game or an encounter (installation or performance) with a direct and specific link to the waste land.

For four days, in hourly intervals, Alga Bolokh be- came an invisible playground for 24 people (12 participants & 12 performers). At the top of each hour the participants started to move about the area – alone or in pairs – with the dialogue between participants permanently evolving along the way. 

 Alga Bolokh - A guided tour to the wasteland; by Ehren Fordyce

Alga Bolokh II / Vom Verschwinden

Berlin, 2014

Eine Installation im Radialsystem V

Kontext

Die 12 Berliner Radialsysteme haben 100 Jahre lang die gesamten Abwässer und Fäkalien der Berliner Bürger in die Rieselfelder rund um Berlin gepumpt. Das Radialsystem V stand bis in die 80 ger Jahre in Verbindung mit dem Rieselfeld Falkenberg.

Da draußen, stöbernd im Rieselfeld Falkenberg im Nordosten der Stadt und in Gesprächen mit Menschen die dort leben und arbeiten, tauchten seltsame Fundstücke auf wie Schwermetalle, verlassene Pferde, Kohlrabi und die Asche von Herrn Stauffenberg. Das Gefundene brachten wir zurück ins Radialsystem V, nach „da drinnen“, in’s Zentrum der Stadt.

Claudia Heu in Zusammenarbeit mit Filmemacher Gerhard Fillei und der Choreografin Enkgherel Dash-Yaichil sowie Kunststudentinnen aus Europa und der Mongolei,   setzen sich in Ulan Bator und in Berlin mit der Frage auseinander: Wohin verschwindet Vergessenes, Ausgeschiedenes, Nicht mehr Gewolltes?

Video: Enkgherel, initiert im Cham Tanz, übernimmt die Rolle des Sagaan Ubgen, dem alten Weißen. Auf den Rieselfeldern tanzt sie diesen mongolischen Wächter des Lebens, der Gesundheit und den Schützer der verlassenen Tiere.

Video: Gerhard Fillei

Alga Bolokh III / Vom Verschwinden

Claudia Heu in Zusammenarbeit mit dem Künstler und Filmemacher Gerhard Fillei und der Theaterwisschenschafterin und Cham Forscherin Munguchimeg Bathmunk

Wüste Gobi, 2018

Einladung zu einer Versuchsanordnung über das Verschwinden

Daidushari und Chöd - Gespräch mit Karénina Kollmar Paulenz

Forschung Sommer 2018, Wüste Gobi

Alga Bolokh III ist die dritte in einer Reihe von Performances, die sich mit gefährdeten Orten und dem Nichterzählten auseinandersetzen:

am 8. september 2013, besuche ich khamaryn khid in der wüste gobi, das in der nähe der wüstenstadt sainshand liegt.

im museum in sainshand stehe ich vor einer vitrine mit dem kostüm einer frau: maske, mantel, stiefel. alles groß, weit, beeindruckend. ich frage mich wer sie ist. und erfahre von einer kollegin, dass die trägerin des kostüms daidushari hieß. seit 2 wochen bin ich nun in khamaryn khiid, habe bei sonnenaufgang an fürhungen teilgenommen - jedoch ihren namen nie gehört-

daidushari, die ehemalige schülerin und gefährtin an der seite von danzanravjaa, dem gründer von khamaryn khiid oder khamar kloster, in das ich in den nächsten jahren noch dreimal zurückkehren werde. dem traditionsstifter, dem großen kulturträger mit seinem theater und dem meditationszentrum, in dem männer und frauen gleichzeitig üben.

altangerel, der derzeitige linienhalter und kurator von khamaryn khiid, sagt mit großer überzeugung: danzanravjaa, ohne daidushari das ist nicht vorstellbar.

und dennoch: so mächtig wie ihr kostüm da steht, so getilgt ist sie in den erzählungen der menschen.

sogar ihre biografie, die einzige, die je über sie geschrieben worden ist, kann nicht mehr aufgefunden werden. die große nichterwähnte, die verschwundene.

Khamaryn Khiid bzw das Khamar Kloster liegt am südöstlichen Rand der Wüste Gobi, etwa 25 Meilen südlich von Shainsand. Das erste Theater der Mongolei entstand hier im Jahr 1820 unter der Leitung von Dulduityn Danzanravjaa, einem Visionär, spirituellen Führer, Theater- und Opernregisseur, Dichter.  Inspiriert und unterstützt wurde er von Daidushari, seiner ehemaligen Schülerin und späteren Weggefährtin, Daidushari war eine Dakini, Dichterin und Musikerin.

Dort, wo dieses längst verschwundene Theaters stand planen wir eine visuell-auditive Performance-Tour – als Fortsetzung des Projekts Alga Bolokh – On Disappearance I & II (Ulaanbaatar 2013, Berlin 2014. Es wird die Stimme einer Frau sein, die uns „an die Hand nimmt“ – in Anlehnung an Daidshari. Entlang von markanten Punkten, die der Orientierung dienen - z. B. „Theaterfelsen“, „Glocken am westlichen Horizont“, Himmelsrichtungen, Sonnenaufgang – wird man über das Gelände des verschwundenen Theaters geführt werden.

Die Erzählung entfaltet sich fragmentarisch und ist untrennbar mit der unmittelbaren, körperlichen Erfahrung der Wüste verbunden – mit ihren sich stetig wandelnden visuellen, akustischen und meteorologischen Phänomenen. Schicht um Schicht dringt man in die Geschichte dieses Ortes ein, während Realität und Fiktion zunehmend ineinander übergehen und sich gegenseitig durchdringen. Schließlich schließt sich dieses Fenster in die Vergangenheit, und man bleibt in der Stille und Weite der Gobi-Wüste zurück.

Ein zentrales Anliegen dieses Forschungs- und Kunstprojekts ist es, im Rahmen archäologischer Untersuchungen und Archivierungsprozesse die Stimmen von Frauen – insbesondere jene von Daidushari – aus der Vergangenheit hörbar zu machen und erfahrbar werden zu lassen, wie Frauen und Männer zusammen lebten, praktizierten und schöpferisch arbeiteten.

Die Storytour ermöglicht eine unmittelbare Erfahrung einer spezifischen Vergangenheit, die Begegnung mit den sich ständig verändernden Bedingungen der Gegenwart sowie das visionäre Potenzial für die Zukunft dieses Ortes.

Ort und Kontext

Im Jahr 1820 befanden sich in Khamaryn Khiid ein professionelles Theater und eine Wandertruppe, eine öffentliche Bibliothek, ein Museum sowie eine Grund- und Kunstschule für Jungen und Mädchen. Zusätzlich gab es drei Klöster und rituelle Orte für Frauen, aussergewöhnlich für diese Zeit.Die Grund- und Kunstschule für Mädchen und Jungen war im vorrevolutionären Mongolei einzigartig. Die erste professionelle öffentliche Theaterproduktion, The Life of the Moon Cuckoo, wurde 1832 an diesem Ort mit einem Ensemble von 300 Musiker:innen und Schauspieler:innen aufgeführt und knüpfte an die Wurzeln des rituellen Tsam-Tanzes an. Frauen in Khamaryn Khiid standen nicht nur auf der Bühne, sondern verkörperten auch männliche Rollen.

Im Jahr 1938 wurden während der stalinistischen Repressionen und Säuberungen in der Mongolei nahezu alle spirituellen und kulturellen Orte zerstört – so auch Khamaryn Khiid mit seinem Theater, den rituellen Orten, Klöstern, Museen und Schulen.

Der damalige Kurator G. Tudev ergriff heimlich Maßnahmen, um das Erbe zu retten: Er verpackte zahlreiche Bücher, Theaterkostüme und Kunstwerke in Kisten und vergrub sie an verschiedenen Orten in der Wüste.

Diese Kisten blieben bis 1990 verborgen. Mit dem Ende der sozialistischen Herrschaft in der Mongolei grub Tudevs Enkel Z. Altangerel, der heutige Hüter dieses visionären Erbes, die Objekte wieder aus.

Altangerel versucht den Ort  im Sinne von Danzanravjaas ursprünglicher Vision wieder aufzubauen  und das dort verborgene Wissen wird nach und nach freigelegt. Inzwischen hat sich Khamaryn Khiid zu einem außergewöhnlichen, transnationalen Treffpunkt für eine wachsende Zahl von Menschen aus aller Welt entwickelt.

LECTURES & PUBLIKATIONEN

International Scientific Conference I Culture World of the Mongols: Heritage, Values and Art I Mongolian State University of Art and Culture, Research Department, Ulaanbaatar, Mongolia. July, 2018

Publication International Conference- Cultural Heritage of Mongolia at the Mongolian State University of Art and Culture. Tomus XXVIII Fasciculus 1- 63 2018,

Lecture im tanz_buero Salzburg, transkulturelle Researchprojekte, 13. October 2018

Labor Im_ flieger in the frame of In_ Forschung, 16. - 18. November 2018

3rd International Conference on Mongolian Buddhism | Research Centre for Mongolian S Studies | Eötvös Loránd University, Budapest, HU, April 2019

International Vienna Mongolian Studies Symposium I DISPERSED AND CONNECTED: MOBILITIES, MATERIATLITIES AND BELONGING(S) IN MONGOLIA AND BEYOND i Weltmuseum Vienna, Austria, 2020

Storytour I First Setch, as part of the Researchproject in July 2018

Hair. Eine Oper in 3 Akten

Partizipative Performance

(Wien, 2011; Salzburg, Albuquerque, NYC, Chengdu)

In Zusammenarbeit mit Michael Pinksy und Igor Dobricic entwickelte Claudia Heu und Jeremy Xido (Cabula6) die erste offizielle Perücke Wiens. Während einer viertägigen 24 Stunden Performance wurden die Haare von hunderten in Wien lebenden Menschen zu einer einzigartigen Wiener Perücke zusammengefügt. Friseure boten Haarschnitte an, während die Perücke vor den Augen der Betroffenen aus den Haaren ihres Kopfes hergestellt wurde. Sobald das Kunstwerk fertiggestellt war, begann sie ihr eigenes Leben, als sie zu den wichtigsten Museen der Welt reiste und sich selbst ausstellte.

Im Auftrag der Stadt Wien.

HAIR - 4 Tage Performance

 

 

 Gallery Participation Performance

(Vienna, 2011, Salzburg, Albuquerque, NYC, Chengdu)

In collaboration with Michael Pinsky and Igor Dobricic, Michael Pinsky , Claudia Heu and Jeremy Xido (Cabula6) created Vienna’s first official wig. In a four-day around-the-clock performance, the hair from hundreds of people living in Vienna was woven together to form this unique Viennese wig. Premier hair stylists from around the city offered free haircuts whilst the wig was created, in front of the audiences’ eyes, from the hair on their heads. Once complete, the wig began its own life as it traveled to major museums around the world.

Commissioned by the City of Vienna.

HAIR - 4 day Performance

Courage

2012, Wien

(for english scroll down)

 

Eine Übung

Inhalt

Courage ist eine Übung im Hinhören, Zuhören und Sprechen. Seit April 2012 spricht Claudia Heu mit verschiedenen Menschen über deren Umbrüche. Vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Erfahrungen, ihres eigenen Scheiterns und Gelingens, stellt sie Fragen über Versuche sich dem Wandel anzuvertrauen oder sich dem Unausweichlichen zu widersetzen, über die Freiheiten und Unfreiheiten, die diese Veränderungen mit sich bringen; über das Jetzt und Morgen, über das Dazwischen, das entsteht, wenn das Alte nicht mehr hält und das Neue noch nicht greifbar ist.

Struktur

Antworten aus den Interviews werden in einer Videoperformance in der Halle G in den Auf und Abbauzeiten, zwischen den programmierten Vorstellungen wiedergegeben. Es entsteht ein Kaleidoskop unterschiedlicher Lebenssituationen und Erfahrungen, ein Chor verschiedenster Stimmen.

Fragen aus den Interviews werden als tonlose, untertitelte Videosequenzen an verschiedenen Stellen im Wiener U-Bahnnetz gezeigt. Als nicht zugeordnete und zufällige Elemente tauchen sie überraschend, unvermittelt, ohne weitere Erklärungen und Hinweise im Programm bestehender Bildschirmanzeigen /Infoscreens auf.

 

Projektentwicklung: Lisa Hinterreithner, Roland Schmidt und Claudia Heu.

Dramaturgie: Igor Dobricic

Publikation: Studio Zijspan

Video: Manuel Hartmann

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Wien.

 

Interview Project

Vienna, 2012

 

Content

Courage is an exercise in mindful and critical dialogue – in listening and speaking. Since April 2012 Choreografer Claudia Heu has been talking with various people about upheavals in their lives. Against the background of her own personal experiences, her own failures and successes, she asks questions about how we adapt to changes or try to resist the inevitable; she asks about our limitations and liberties, between now and tomorrow; about the periods in our lives when the old is over and the new has not yet come.

Structure

Courage is a kaleidoskope of different life experiences, a choir of variegated voices, and was presented in two parts in Halle G at Tanzquartier Vienna, and throughout the Vienna subway system.

The original dialogues were recorded, transcribed and spoken on video by Claudia Heu; they will be divided into questions and answers, and presented separate from each other.

The answers of Claudia Heu's interview partners will be presented to small groups during set changes between performances at Tanzquartier Vienna, Halle G.

Questions from the interviews will be shown as video sequences (silent, subtitled) throughout the Vienna subway system, where they will appear unexpectedly and contingently on platform info screens in between advertisements and announcements, or as separate video installations in selected locations.

 

Project Development: Lisa Hinterreithner, Roland Schmidt und Claudia Heu

Dramaturgy: Igor Dobricic

Publication: Studio Zijpan

Video: Manuel Hartmann

Supported by the City of Vienna.

 

COURAGE PUBLIKATION

Life on Earth


Dialogical Arts Project

Macondo, Wien, 2008 -2009

Cabula6


Die Flüchtlingssiedlung in der Kaiserebersdorfer Kaserne in der Simmeringer Haide – von lateinamerikanischen Flüchtlingen in den 70ger Jahren als Hommage an das fiktive Dorf in Gabriel García Márquez' Roman “Hundert Jahre Einsamkeit” in “Macondo” umbenannt – beheimatet heute mehr als 3000 Personen. In der von Erinnerung, Vergessen und der harten Wirklichkeit des Lebens geformten Siedlung leben politische Flüchtlinge, die von Kriegsschauplätzen aus allen Teilen der Welt kommen, gemeinsam mit jenen Bewohnern die hier am Stadtrand von Wien bereits vor bis zu fünfzig Jahren landeten und ihr Leben neu aufgebaut haben. Es ist ein ungewöhnlicher und bemerkenswerter Ort zwischen Flughafen, Autobahn und Imagination.

Wir, Claudia Heu und Jeremy Xido, die unter dem Künsterkollektiv Cabula6 arbeiteten, waren fasziniert von diesem Ort. Von der chilenischen Community eingeladen sind wir 2008 nach Macondo gezogen. Die Republik Österreich bewilligte uns, 1 Jahr lang, in eine der leerstehenden Flüchtlingswohnungen, das Apt. 32, einzuziehen. Apt 32, wurde zum Treffpunkt, Arbeits und Wohnraum. Von der Bundesimmobiliengesellschaft konnten wir nach einigen Verhandlungen ein Stück Land mieten – einen verwilderten Garten – am Rande des Fußballfeldes wo wir, mit Hilfe unserer neuen NachbarInnen, einen Transportcontainer aufstellten. Diese zwei Orte, die Container/Garten/ Skulptur und das Apt 32– das eine öffentlich und der andere privat – waren die Hauptdrehpunkte des Kunst - Projektes “Life on Earth”.

In “Life on Earth” geht es um das Leben an einem Ort, die Anekdoten und Erfahrungen, die entstehen, wenn Leute sich zufällig treffen; die Geschichten vom Reisen und der holprigen Suche nach Heimat und Zugehörigkeit.

Eine Begegnung mit der vielschichtigen Geschichte des transnationalen Mikrokosmos Macondos.

Container-Garten- Skulptur
Der Bau dieses Objektes wurde als offener und durchlässiger Prozess gestaltet, seine endgültige Form entstand aus den vor Ort geführten Gesprächen und Reflexionen mit interessierten BewohnerInnen, deren oft spontanes Mitwirken am Bauprozess, sowie aus der Vielfalt von vor Ort gesammelten Recycling-Materialien (zum Großteil Reste erzwungener abgebauter Gartenhütten oder Inneneinrichtungen Macondos). Der Container-Garten- Skultpur wurde während seines Baus zu einem Ort der Interaktion und des Austausches innerhalb Macondos, der Fokus weg vom eigentlichen Objekt, hin zu dem über das Objekt stattfindenden Dialog geführt.
Nach seiner Fertigstellung, war der Container. Garten- Skulptur multifunktionaler Raum, Skulptur, Treffpunkt, Cafe und Bühne, Objekt von Vandalismus, Vernissagen, Konzerte, Kino, Graffittiwand und vieles mehr und blieb ein Ort konstanter Veränderung und Gestaltung. Später wurde der container/sculpture/garden-space Grundlage für die Schaffung eines Nachbarschaftgarten Macondos, den Cabula6 initiert hat und der heute nach wie vor eine zentrale Rolle für das gemeinschaftlichen Miteinander in Macondo spielt.

PUBLIKATION: MACONDO STORYTELLING

ZEITUNGSARTIKELN
https://www.nzz.ch/der_planet_macondo__eine_idylle_auf_zeit-1.3432857?reduced=true
http://p107059.typo3server.info/198.html?&L=1%25252F%25253Fid%25253D

http://nachbarschaftsgartenmacondo.blogspot.com/p/macondo.html

https://empwrmnt.wordpress.com/2010/07/06/beispiel-kunst-3-cabula6-in-der-fluchtlingssiedlung-macondo-in-simmering/

http://www.globaleslernen.at/fileadmin/user_upload/PDF/Diplomarbeiten/DA_Fleck.pdf

https://www.gat.st/news/macondo-eine-andere-weltausstellung

https://www.horizont.at/medien/news/macondo-in-der-simmeringer-haide-32438

https://www.mqw.at/en/institutions/q21/program/2009/05/cabula6-usa-a/

Temporäre Schule zur Entwicklung schöner Gesten

Performative Kunst. Öffentlicher Raum. Anwesenheit.

Im_flieger eröffnet im Jahr 2022 die SCHULE@Im_flieger*, ein hybrides Format, das transgenerationale und transdisziplinäre Wissensvermittlung, künstlerische Forschung und Produktion, sowie Diskurs vereint.

Unter der Leitung der Performancekünstlerin Claudia Heu in Zusammenarbeit mit dem Theatermacher Philipp J. Ehmann, wird im ersten Jahr zum Thema „Performative Kunst. Öffentlicher Raum. Anwesenheit.“ an der Schnittstelle von Kunst und Sozialem geforscht. Als erfahrene Praktiker*innen und Mentor*innen werden die beiden mit ausgewählten Teilnehmer*innen performative und lernende Räume für soziales und gesellschaftliches Bewusstsein entwickeln. Im Zentrum stehen die Erforschung neuer Kontexte, Arbeitsweisen und Formen künstlerischer Interventionen im öffentlichen Raum.

Die Temporäre Schule zur Entwicklung schöner Gesten ermöglicht den Teilnehmer*innen ihre eigene künstlerische Praxis zu befragen, zu vertiefen und weiterzuentwickeln. Über drei Monate werden sie mit verschiedenen erfahrenen Künstler*innen, Geistesforscher*innen, Aktivist*innen und in der Gruppe selbst im Austausch sein. Danach besteht die Möglichkeit, die entwickelten Arbeiten zu vertiefen und im Oktober 2022 nochmals zu veröffentlichen.

Künstlerische Leitung: Claudia Heu (AT) & Philipp J. Ehmann (AT)
Kuration: Claudia Heu (AT), Philipp J. Ehmann (AT) & Anita Kaya (AT)
Ausgewählte Teilnehmer*innen/Künstler*innen 2022: Adriana Cubides (AT/SE), Jakob Egger (AT), Ella Felber (AT), Kim Groneweg (DE/AT), Margarethe Maierhofer-Lischka (AT), Brigitta Schöllbauer (AT), Joanna Zabielska (PL/AT)
Gäste/Expert*innen 2022: Tina Auer/Times up (AT), Stephen Hodge/Wrights & Sites (UK), Kilian Jörg/Philosophy Unbound (AT/DE), Michael Pinsky (UK), Ursula Reisenberger (AT), Doris Harder (AT), Cristina Yurena Zerr (DE/AT)
Gesamtkoordination: Anita Kaya (AT)
Produktionsassistenz: Christina Vanek (AT)

Mehr dazu hier

*Konzeption SCHULE @Imflieger : Im_flieger team (Anita Kaya, Agnes Schneidewind, Johanna Nielson) & Claudia Heu

Playground for Tomorrow

Salzburg, 2023

Installative, performative und interaktive Arbeit an verschiedenen Orten in Salzburg.

Wenn die Praktiken von heute die Grundlage für das Leben morgen sind, sollten wir unbedingt unsere Handlungen hinterfragen und Salzburg in ein Forschungs- und Übungsumfeld verwandeln: in einen Spielraum, in dem wir unsere alltäglichen Handlungen für das Leben von heute und morgen erproben; Blickkontakt, poetische und pragmatische Gesten, Körperpolitiken für kommende Zeiten – gute, wie schlechte. Denn: mehr als alles andere ist das Üben an der Zukunft eine Praxis» "Playground for tomorrow" ist eine installative Arbeit, an verschiedenen Orten der Stadt, eine sichtbare und interaktive Art, füreinander da zu sein

Arbeitsbeispiel aus Playground for Tomorrow:

Warten auf den Morgen (4:40 Uhr) & Warten auf den Abend (20:00 Uhr) schuf den Rahmen für Playground for Tomorrow und fand auf der Staatsbrücke, einer der meistbefahrenen Brücken in der Salzburger Innenstadt, statt. Warten auf den Morgen/Abend lädt die Teilnehmer:innen ein, inmitten des Trubels innezuhalten und über den neuen Tag zu kontemplieren. Die Kontemplation beinhaltet alles was sich zeigt: Vögel, Wolken, Einsatzwägen, Betrunkene, Radfahrer,…
Mit den Mitteln eines Theaterstück arbeitend, erhielten die Teilnehmer :innen Eintrittskarten mit Nummern für ihre Steh- und Sitzplätze. Die Kontemplation fand in Stille statt und dauert vierzig Minuten.


Inspiriert durch Über Tyrannei: Zwanzig Lektionen für den Widerstand/On Tyranny: Twenty Lessons from the Twentieth Century von Timothy Snyder und Nora Krug ist der Raum Archiv und Zukunftslabor gleichzeitig. Die Arbeit ist eine Kooperation zwischen Sommerszene und dem Masterstudiengang Angewandtes Theater - Künstlerische Theaterpraxis & Gesellschaft des Thomas Bernhard Instituts an der Universität Mozarteum.

Von: Claudia Heu, Ulrike Hatzer, Abel Kotorman und Lilja Tchourlina

Support: Cristina Giurgea, Judith Franke und Ariane Pellini (Technik)

Fotos: Johanna Mayrhofer


Eine körperintelligente Gemeinschaft. Dafür legen wir uns hin

— view —

Publikation: Eine körperintelligente Gemeinschaft. Dafür legen wir uns hin

— view —

Wir sind unsere Zeit

— view —

Performance

The Keep

— view —

Umherziehen

— view —

Innehalten

— view —

The Mall

Alga Bolokh I / Vom Verschwinden

— view —

Alga Bolokh II / Vom Verschwinden

— view —

Alga Bolokh - Vom  Verschwinden

Alga Bolokh III / Vom Verschwinden

— view —

Früher Morgen ( 5 min - try out)

Hair. Eine Oper in 3 Akten

— view —

Courage

— view —

Life on Earth

— view —

Temporäre Schule zur Entwicklung schöner Gesten

— view —

Playground for Tomorrow

— view —